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DIE
ERNÄHRUNG UNSERER KATZE
(hierzu
auch zum Ausdrucken und weiterlesen: Katzenfutter - wissenswertes (PDF-Datei
128kb))
Ich
achte darauf, Willi zuckerfrei zu ernähren
und füttere ausschließlich Katzenfutter in welchem kein Knoblauch- bzw.
Knoblauchpulver (PDF-Datei
86kb) enthalten ist.
Zudem halte
ich auch nichts von chemischen Farb- und Konservierungsstoffen - die
Letzteren u.a. auch
deklariert als EG- oder EWG - Zusatzstoff.
Pflanzliche Nebenerzeugnisse und auch Soja finden sich, soweit ich es weiß, ebenfalls nicht in dem von uns gefütterten Fertigfutter.
Gegen tierische Nebenerzeugnisse habe ich nichts einzuwenden,
solange es sich nur um Innereien wie Pansen, Leber, (Lunge), Nieren, Sehnen,
Knochen und Blut handelt. Man bedenke, was eine Maus so alles
beinhaltet.
Bei
den Futtermittelherstellern kann man fast immer auf Nachfrage erfahren,
was alles in deren Futter kommt.
Ein
Fertigfutter ohne tierische Nebenerzeugnisse ist in meinen Augen
kein Alleinfuttermittel, aber wenn es nach mir geht ist absolut
kein Fertigfutter als Alleinfuttermittel geeignet.
Würden
Sie sich nur von Konserven und/oder ausschließlich Trockenprodukten ernähren?
Aber weiter:
Trockenfutter
gehört nicht ausschließlich auf den Speiseplan von Willi.
Katzen trinken
viel zu wenig, als dass sie das Futter mit ausreichend Flüssigkeit
versetzen könnten.
Und wenn sie trinken dann meist, weil der Durst
bereits sehr groß ist...
Vergessen wir nicht, dass die Katze als
Wüstentier den Flüssigkeitshaushalt hauptsächlich über die
gefangenen, rohen Beutetiere deckt.
Testen Sie es selbst - einige Trockenfutterpellets
in eine Schale und Wasser dazu - vergessen Sie die Magensäure
die das Futter zersetzt sondern gucken Sie nur auf die Wassermenge
die Sie benötigen, um die Pellets vollständig aufzuweichen - enorm, oder?!
Willi trinkt diese Menge an Wasser niemals nach "Trockenfuttergenuss"
und ich glaube nicht, dass er eine Ausnahme darstellt. Ich frage
mich zudem, nachdem ich sehe wie lange es braucht um die Pellets
aufzuweichen, wann das Sättigungsgefühl eintritt...
Der
Gesetzgeber verpflichtet die Hersteller das Gewicht
der Zutaten vor der Verarbeitung, beginnend mit der Größten, auf
der Verpackung aufzuführen. Ich empfehle Ihnen, sich die Zeit zu
nehmen und die Inhaltsstoffe genau zu überprüfen.
Steht z.B.
Getreide an erster Stelle der
Verpackung ist
mehr Getreide als Fleisch enthalten (manchmal wird Getreide
auch gesplittet aufgezählt. Dann steht zwar Fleisch an erster Stelle,
zählt man die Getreideprodukte allerdings zusammen erhält man den selben Effekt
als stünde z.B. Weizenmehl an erster Stelle. Ein toller "Trick"
so mancher Futtermittelhersteller). Auch sollte man darauf achten,
welche Art Fleisch im Trockenfutter ist. Für 1kg Hühnertrockenfleisch
benötigt man 5kg frisches Hühnerfleisch. Das heißt wird
Trockenfleisch aufgeführt, ist mehr Fleisch enthalten.
Diesen
"Trick" gibt es auch bei getrockneten Getreideprodukten - steht Hühnerfleisch
an erster Stelle und an Zweiter z.B. Sojamehl kann im Futter
also durchaus mehr pflanzliches als tierisches Protein enthalten
sein - obwohl Fleisch an erster Stelle steht. Soja hat ja bekanntlich
einen hohen Proteinwert, allerdings kann eine Katze Sojamehl schlechter
verwerten. Ich vergesse auch nicht den Aspekt, dass einige
Tiere auf Soja allergisch reagieren können.
Ach
ja, wussten Sie das Cerealien die Reste bei der Getreideverarbeitung
sind?
Tiermehle
sind in unserem Katzenfutter tabu!
Es kann
sich hierbei u.a. um ein Produkt
aus Tierkörperbeseitigungsanlagen handeln. Lesen Sie z.B. "Geflügelmehl"
auf der Verpackung so wissen Sie nun, dass es sich um Tiermehl
handelt.
Lesen
Sie z.B. "Geflügelfleischmehl", so handelt
es sich um einen Rohstoff aus einem frisch geschlachteten
Tier und den Herstellern zur Folge von einem Tier, welches zum
Verzehr durch den Menschen freigegeben wurde.
An eine Zahnreinigung durch
die Gabe von Trockenfutter glaube ich nicht - auch wenn auf der
Verpackung diesbezüglich die tollsten Werbeslogans stehen. Ich denke
da eher an Zahnbelag durch Getreideprodukte und ich habe
auch noch nicht erlebt, dass unsere Katzen auf dem Trockenfutter
rumkauen - sie knacken es und schlucken es runter.
Also
hat Trockenfutter für mich nur
den Vorteil, dass es die Kaumuskulatur natürlich wesentlich mehr
strapaziert als Dosenfutter.
In so manchem Trockenfutter findet sich zudem
ein hoher
Salzgehalt und dies zusätzlich zu dem o.g. "Flüssigkeitsproblem".
Derzeit
bekommt Willi einige Häppchen "hochwertiges"
Trockenfutter. Aber
nur, weil er es so arg mag und ich ihm das bisschen lasse.
Füttere
ich Trockenfutter, steht ein Schüsselchen mit Wasser verdünnter
Katzenmilch parat.
Zwischen der Rohfütterung und einer Trockenfuttergabe
liegen einige Stunden, da ansonsten das Rohfutter länger
als es sollte im Darm
verweilt (bedingt durch den hohen Getreideanteil im Trockenfutter) und
so schädliche Gärgase entstehen können!
Dosenfutter
ist meiner Meinung nach als Zusatzfutter geeignet, sofern es sich
um ein hochwertiges Dosenfutter handelt (hoher Fleischanteil, möglichst
keine
pflanzlichen Nebenprodukte und kein Zucker!).
Im Internet gibt es bereits tolle Seiten,
die näher auf die Inhaltsstoffe im Fertigfutter eingehen.
Abends
gibt es für Willi auch (ausser seiner eigenen Versorgung) rohes Fleisch.
Derzeit stehen Lamm,
Rind, Kalb, Huhn, Pute und Ente auf dem Speiseplan.
Rohe Hühnerhälse und Flügel mag Willi nicht (auch "gewolft").
Er mag kein gewolftes Futter und somit kann
ich ihm auch keine Knochen "unterjubeln", was aufgrund
des Kalziumgehalts nicht schlecht wäre. Allerdings besorgt er sich ja Mäuse mit allem drum und dran.
Und
übrigens splittern rohe Geflügelknochen nicht. Das tun sie
nur im gekochten Zustand - darum niemals gekochte Geflügelknochen
verfüttern! Aber ich empfehle trotzdem, bei Gabe roher Geflügelknochen
die
Katze nicht unbeaufsichtigt fressen zu lassen.
Ich finde eine Katze darf auch ruhig ab und an, wenn sie mag, etwas Quark und/oder Joghurt bekommen.
Schweinefleisch
gibt es roh auf keinen
Fall !!! und gekocht nur
im Fertigfutter (da ist es ab und an drin).
Ich habe lange gezögert
und dann doch über einen Internetversand tiefgefrorene Speckratten und
Eintagsküken schicken lassen. Es war mir wichtig, die Katzen Tinki und Willi bei der anfänglichen reinen Wohnungshaltung auch mit Rohfutter zu füttern.
Allerdings kostete es mich unheimlich
viel Überwindung diese ganzen Tiere zu verfüttern.
Eintagsküken kann ich aber nicht mehr füttern. Das bringe
ich definitiv nicht mehr fertig. Allerdings finde ich es völlig
in Ordnung, wenn man es kann.
Obwohl
Willi schon mal Mäuse fängt und futtert, werde ich im Winter wieder"Frostfutter" bestellen.
Bei reiner Wohnungshaltung würde ich es sowieso beibehalten. Allerdings
nimmt nicht jede Katze "Frostfutter" an. Tinki mochte
es nicht doch Willi war und ist richtig wild auf Speckratten -
wenn es nach ihm ginge, täglich.
Ganz ans "BARFEN" wage ich
mich nicht doch ich denke, dass dies die natürlichste und wohl
gesündeste Art der Fütterung ist - vorausgesetzt man kennt sich
gut damit aus.
Hier
ein externer und hochinteressanter Link zur (ROH)Fütterung von Katzen.
Dem Inhalt ist vorerst nichts hinzuzufügen außer vielleicht, dass
auch hier bei der Rohfütterung (eine z.T. nicht gerade geringe Menge) künstliche Vitamine
und Mineralstoffe zugesetzt werden:
http://www.savannahcat.de/katzenernaehrung.html
Noch
eine
Anmerkung zur Rohfütterung: ich taue Tiefgefrorenes im Kühlschrank
auf und lasse das aufgetaute oder nicht eingefrorene Fleisch noch
etwas bei Zimmertemperatur stehen, bevor ich es zum
Fressen gebe. Das schont die Mägen und ich habe damit bisher keine
schlechte Erfahrung gemacht. Allerdings
lasse ich rohes Fleisch nie lange liegen. Braucht
es
auch nicht, denn das Futter wird immer rasch verspeist. Oftmals
lese ich, dass u.a. auch aufgrund von Salmonellenbefall eine Rohfütterung
abgelehnt wird. Ich bin der Meinung einer gesunden Katze passiert
nichts (aufgrund des Säuremilieus im Magen). Ist die Katze mal krank, werde ich rohes Fleisch
nicht füttern - ausser sie frisst absolut nichts anderes. Denn nichts ist schädlicher, als eine Katze hungern zu lassen.
Die
Diplom Biologin und wissenschaftliche Assistentin vom Heidelberger
Tiergarten schrieb mir auf Anfrage, dass auch deren Groß- und Kleinkatzen
roh ernährt werden. Leider bekam ich trotz mehrmaliger Anfrage keine weitere Auskunft bzgl. der zusätzlichen Vitamin- und Mineralstoffversorgung und deren Dosierung.
Eigelb gibt
es auch ab
und an, ebenfalls
Quark oder Joghurt, sowie gekochtes
Hühner- oder Putenfleisch (auch Herzen, selten Innereien) mit etwas Karotten, Zucchini, Naturreis
oder Kartoffeln (wobei die "Zutaten"
meist liegen bleiben). Allerdings wird die Brühe getrunken.
Gesalzen
wird mit unraffiniertem Meersalz, oder Himalayasalz jedoch seeeehr sparsam. Ich bedenke hierbei
die nicht unbedingt geringen Salzzugaben gerade im
Trockenfutter. Als Fett verwende ich Gänseschmalz, Distel- Sonnenblumen- oder Maiskeimöl,
aber auch etwas Butter.
Warum koche
ich noch? Der Grund ist die bleibende Akzeptanz . Wenn eine Katze mal krank ist kann es wichtig sein, dass sie auch
Hühnerbrühe, bzw. Fleischbrühe gerne annimmt. Bei Willi hat die
selbstgekochte Fleisch- und Hühnerbrühe "Wunder" bewirkt!
Bei Tinki leider nicht.
Fisch
gibt es auch ab und zu aber nicht roh sondern gedünstet (Garnelenschwänze
sind für Willi eine Leibspeise!).
Wasser
steht Willi, getrennt von der Futterstelle,
im Haus zur Verfügung
(eine "Katzentränke" war auch in Gebrauch und wie wir
finden ist es eine gute Anschaffung - wegen der Überschwemmungen,
die unsere Tochter verursachte, wurde die Katzentränke vorübergehend
still gelegt. Nachdem Tinki so krank wurde habe ich sie wieder aktiviert - wenigstens animierte die Katzentränke Tinki dazu etwas zu trinken). Bei reiner Wohnungshaltung würde ich mindestens zwei Trinkstellen einrichten.
Das
Futter servieren wir ausschließlich in Keramikschälchen
(die man übrigens auch mit Namen der Katze kaufen kann - kontaktieren Sie mich bei Interesse).
Mit den Fütterungszeiten
ist das so eine Sache - Mäuse fängt eine Katze nicht zweimal
pro Tag in den erforderlichen Mengen, sondern stets mal wieder und
unsere Hauskatzen sind keine Großkatzen - also füttern wir öfter
am Tag kleinere Portionen.
Die 2maligen Fütterungsempfehlungen morgens und abends
haben sich wohl durch unsere Berufstätigkeit "eingeschlichen",
vermute ich.
Alle anderen Begründungen, wie Erkrankungen
des Urogenitaltrakts bei ad libitum Fütterung finde ich
hinterfragungswürdig.
Man
sagt die ad libitum Fütterung soll nur bei reiner Trockenfutterfütterung
nicht gesundheitsschädlich sein!?
Meiner
Meinung nach treten Erkrankungen des Urogenitaltrakts vermehrt bei reiner Trockenfutterfütterung
auf.
Nicht zuletzt, da die Katze eben
von Natur aus wenig trinkt und
ihren Wasserbedarf eigentlich zum Großteil mit den gefangenen "Beutetieren"
deckt. Zudem denke ich, dass im kommerziellen Katzenfutter, auch
aus Akzeptanzgründen, viel Salz enthalten ist und da hilft es wohl
reichlich wenig noch etliche Beigaben zur Harnansäuerung zuzugeben.
Das ist jedoch ausschließlich meine Meinung und wissenschaftlich
nicht belegt.
Bei manchem
Dosenfutter frage ich mich, wie eine ausgewachsene normalgroße Katze es
schafft 400g Nassfutter
zu sich zu nehmen (ca. 10% ihres Körpergewichts), um ihren Tagesbedarf zu decken. Da sind wohl reichlich
viel Produkte enthalten, die einer Katze zu "Schaffen"
machen und es wird sicherlich mehr ausgeschieden als verwertet.
Was wiederum Nieren und Leber strapazieren kann...
Doch
jeder soll und muss sich schon selbst informieren und ist verantwortlich
für alles Tun und Lassen.
Katzengras
bzw. Wiesengras ist ein Muss, solange Katzen das
Haus hüten müssen, oder als Wohnungskatzen gehalten werden.
Katzen
erbrechen das Gras nach dem Verzehr nicht immer (Haarballen)
und man bedenke, wie viele Vitamine und Mineralstoffe im Gras enthalten
sind! Gras enthält u.a. viel Vitamin E und Eisen.
Ich
denke diese "Zwischenmahlzeit" ist absolut gesund und
darf bei reiner Wohnungshaltung niemals fehlen.
Mit
Vitaminprodukten gehe ich eher sparsam um . Ein Zuviel kann
eben auch schädlich sein. Auf einigen Internetseiten mit "Katzenfutterrezepten"
sind mir schon manche bedenklichen Vitaminzugaben aufgefallen. Selbst
ein Vitamin B-Komplex, welcher für Menschen hergestellt wird, wurde
schon als
Zugabe empfohlen. Auch wenn Vitamin B ein wasserlösliches Vitamin
ist heißt es noch lange nicht, dass es in hohen
Dosen für eine Katze unschädlich ist.
Vitamin A ist "mein Feind"!
In fast allen Vitaminprodukten und Fertigfutter lese ich diese Zugabe
in "rauen" Mengen. Ich werde weiter suchen und vielleicht
eines Tages ein Vitaminprodukt finden, welches meinen Vorstellungen
entspricht. Sobald ich fündig geworden bin, werde ich berichten.
Tierfutterversuche,
ein heikles Thema - wir haben soweit als möglich alle Hersteller
unserer Futtersorten angeschrieben, sofern sie nicht auf der "Positivliste"
von PETA standen.
Bei
einer Futterumstellung sollte man vorsichtig sein.
Auf
der Internetseite von Margitta
Graeve findet Sie gute Hinweise und Tipps.
Und
alles Futter muss eben auch wieder raus. Wir haben mal die Katzenstreusorten (PDF-Datei
177kb) beschrieben, welche
unsere Katzen (und wir) bisher "getestet" haben und einen
kleinen Auszug über Arsen, welches sich in manchen Streusorten
findet!!!
Schreiben
Sie die Hersteller bei Fragen an - meist wird man Ihnen gerne Auskunft
erteilen. Viel wissenswertes habe ich auch über Suchmaschinen
im Internet erfahren.
Willi ist ein toller Jäger und es ist nun wieder so, dass wir all unsere gesetzten Zwiebeln selbst ernten dürfen
und die Wühlmäuse aus dem Garten verschwunden sind. Gut so - so niedlich sie auch aussehen...
Apropos
Wühlmäuse: die wurden von all unseren Katzen bisher immer nur gefangen
nie gefressen.
Wohl
aufgrund der Vorliebe von Wühlmäusen für Zwiebelgewächse (die ja bekanntlich
für Katzen giftig sind) - interessant nicht?
Bei all meiner Vorsicht und all meiner (auch weiterhin) Überzeugung, dass ein langes Leben auch über eine gesunde Ernährung erreicht werden kann so muss ich doch zugeben, dass dem nicht immer so ist.
Tinki wurde leider nur 5 Jahre alt und das trotz meiner Vorsicht. Ich hoffe und wünsche mir, dass Willi noch gaaaaaaaaaaanz viele Jahre mit uns leben darf.
MEIN
FAZIT: AUGEN AUF BEIM FUTTERKAUF und das beziehe ich auch
auf unsere Ernährung!

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